Island 12.06 - 09.07.2000

Schwieberdingen – Gieselwerder 

15.6.2000 

Es geht über die A81 Richtung Würzburg, dann weiter auf der A3 und der A7 nach Norden Richtung Kassel. Das Tagesziel, den Campingplatz in Gieselwerder an der Weser, wird um 19 Uhr erreicht.

Gieselwerder – Flensburg

16.6.2000

Die heutige Etappe geht bis nach Flensburg. Nach ca. 30 km löste sich Roberts rechter Seitenkoffer aus dem oberen Verschluss, zum Glück bemerkten wir es rechtzeitig. Über Nienburg geht es weiter nach Norden. Um 20:00 Uhr haben wir den Campingplatz in Flendsburg-Jarpelund erreich.

Flensburg – Hanstholm

17.06.2000

Um 14:30 Uhr haben wir das 3. Etappenziel den Fährhafen in Hanstholm erreicht. Die Fähre ist noch nicht im Hafen, wegen stürmischer See ca. hat sie 1,5 Stunden Verspätung. Um 20:00 Uhr fahren wir mit unseren Motorrädern auf die Fähre. Nachdem alle Fahrzeuge an Bord sind starten wir die 36 stündige Überfahrt  auf die Färöer-Inseln.

 

Überfahrt mit der Fähre auf die Färöer-Inseln

18.06.2000

Wir erkunden wir das Schiff und stellen fest, dass zum Teil der Zahn der Zeit schon kräftig genagt hat. Ansonsten verläuft der Tag ruhig. Am Abend stellt Robert fest, dass der Reißverschluss seiner Motorradjacke kaputt ist. Nun ist unser oberstes Ziel nach Ankunft auf den Färöer-Inseln eine Lösung für sein Reißverschluss – Problem zu finden.

Färöer-Inseln

19.06.2000

Nach der Ankunft im Hafen 7:30 Uhr geht es zur Jugendherberge in Gjogv. Hier bleiben wir für die nächsten zwei Tage bis zur Überfahrt nach Island. In Torshavn finden wir dann auch einen Schneider der die Jacke für 60 DM repariert.

20.06.2000

Auf dem Berg der hinter der Jugendherberge kann man an den steil zum Meer abfallenden Felsen Möwen und Papageientaucher beim brüten beobachten. Hier oben hat man einen hervorragenden Ausblick übers Meer und die Insel Eysturoy. Nachmittags erkunden wir mit dem Motorrad die Inseln.

21.06.2000

Bis wir um 16 Uhr in Torshavn wieder an Bord der Fähre einchecken, erkunden wir noch einige kleinere Straßen.

Island

Seydisfjördur – Skinnastadur

22.06.2000

In Seydisfjördur kommt die Fähre um 10:30 Uhr an. Die Temperatur beträgt ca. 3°C. Das erste Ziel Eglisstadir und dann weiter zur Ringstraße Nr. 1.
Auf der Hochebene geht es zunächst auf der geteerten Ringstraße Richtung Grimstunga unserem ersten Etappenziel für diesen Tag. Ab jetzt die Ringstraße in eine unbefestigte Piste. Die Landschaft ist grau in grau ähnlich wie eine große Abraumhalde. Der Campingplatz in Grimstunga erweist sich als ziemlich einfachen und einsam und 
wir fahren weiter bis nach Skinnastadur.

Skinnastadur – Myvatn (Skutustadir)

23.06.2000

Die Ziele heute sind drei Wasserfälle, Rettarfoss, Hafragilsfoss und der Dettifoss. Der Dettifoss ist der größte Wasserfall Europas. Auf einer Breite von ca. 100 m stürzen pro Sekunde 200.000 Liter Wasser 44 Meter in die Tiefe. Der Dettifoss ist in 15 Minuten zu Fuß gut zu erreichen. Wir fahren weiter zum heutigen Etappenziel nach Skutusstadir am Myvatn (Mückensee). 

Myvatn (Skutustadir) – Askja – Krafla – Reykjahlid

24.06.2000

Um 9:00 Uhr starten wir vom Campingplatz am Mückensee um ca. 160 km zum Vulkankrater Askia zu fahren. Nachdem wir von der Ringstraße auf die  Hochlandpiste F88 abfahren wird die Straße zur Herausforderung. Es ist ein ständiger Wechsel zwischen Geröll und Sand. Die Fahrt gestaltet sich mühsam. Nach ca. 40 km Piste stehen wir  vor unserer ersten Furt. Wir entschließen uns hier das Ziel nicht weiter zu verfolgen, denn die Wasserdurchfahrt ist ziemlich breit und tief. Nach 40 km Piste zurück haben wir wieder die Ringstraße erreicht. Das nächste Ziel ist nun Krafla. Die Krafla gehört zur aktiven Vulkanzone Islands. Teilweise ist man hier nur durch eine ca. 3 km dicke Erdkruste von flüssigem Magma getrennt. Der Kratersee des Viti misst 320 m im Durchmesser und ist 33 m tief. Er entstand 1724 bei einem Vulkanausbruch.

 

Myvatn (Reykjahlid) – Godafoss – Krafla – Reykjahlid

25.06.2000

Vom Campingplatz Reykjahlid fahren wir zum 50 km entfernten Wasserfall den Godafoss. 

Historische Daten:

Die Geschichte erzählt, dass Porgeir, Häuptling des Ljösavatn-Gebietes und Gesetzessprecher des Altings, im Jahr 1000 mit der schweren Aufgabe beauftragt wurde, zu entscheiden, ob die Isländer zum Christentum übertreten sollten. Nachdem seine Entscheidung angenommen wurde, soll er seine heidnischen Götterbilder in den Wasserfall geworfen haben. Godafoss (Wasserfall der Götter) erinnert an dieses wichtige Ereignis. Der Fluss Skjalfandafllöt ist der viertlängste Fluss Islands, etwa 180 km lang. Die Höhe des Wasserfalls beträgt 12m.

Mit dem Bus zur Askja

26.06.2000

Der Bus startet vor dem Hotel in Reykjahild um 8 Uhr. Die Hin- und Rückfahrt wird über ca. 300 km gehen und etwa 11 Stunden dauern. Ab der ersten Furt wird die Straße immer schlechter und selbst der Bus (Allrad) hat alle Mühe voran zu kommen und wir sind froh, dass wir mit dem Motorrad an der ersten Fuhrt umgedreht haben. Das Gebiet um die Askja ist eine riesige Lavawüste, in der die NASA vor ihrem Mondflug die Mondfahrzeuge erprobte. Vom Bus aus können wir noch die Lande- und Startbahn sehen. Zum Teil besteht die Vulkanlandschaft aus hellem Bimsstein. Dieses Vulkangestein ist so porös, dass es auf Wasser schwimmt. Nach ca. der Hälfte der Strecke kommen wir an einem gewaltigen Gletscherfluss vorbei, der in eine schmale hufeisenförmige Schlucht stürzt. Am Ende der Straße angekommen, haben wir noch einen 1 stündigen Fußmarsch durch das schneebedeckte Hochland vor uns. Die Askja ist ein 50 km² großer Vulkankrater. Der 12 km²  große Öskjuvatn ist der Kratersee der Askja. Er ist mit 217 m der tiefste See Islands. Vor dem Öskjuvatn befindet sich der Krater Viti der mit warmem schwefelhaltigem Wasser gefüllt ist. Der Öskjuvatn und der Viti entstanden 1875 nach einem gewaltigen Vulkanausbruch. Der bislang letzte Ausbruch war 1961.

Myvatn (Skutustadir) – Hveravellir

27.06.2000

Heute fahren wir abermals wieder ins Hochland. Die Strecke führt uns zunächst auf der Ringstrasse Richtung Akureyri. Die Strasse ist gut ausgebaut und geht durch Landschaften mit voralpinem Charakter. Auf halber Strecke erreichen wir das Kraftwerk Blanda Power Station. Das Kraftwerk wurde 1991 fertiggestellt und liefert seit 1992 mit 3 Turbinen seine volle Leistung von 150 MW. Das Turbinenhaus liegt 230 m tief unter der Erde und ist über einen Tunnel und einen Aufzug zu erreichen. In Hveravellir angekommen, beschließen wir in der dortigen Hütte zu übernachten.  Hinter der Hütte gibt es einen Hotpott in dem man sich aufwärmen kann.

Hveravellir -Pingvellir

28.06.2000

Unsere heutige Etappe führt uns zum Wasserfall Gullfoss und zu den heißen Quellen in Haukadalur. Den Gullfoss bilden zwei Wasserfälle, der obere mit 11 m Höhe und der untere mit 21 m. Der Wasserfall befindet sich in Staatsbesitz und steht seit 1979 unter Naturschutz. Das Tagesziel ist der Campingplatz an dem See Pingvallavatn.

Pingvellir – Laugar

29.06.2000

Unser erstes Etappenziel ist dieHalbinsel Snæfellnes. Die Halbinsel erstreckt sich wie ein langer Finger von Westisland in den Nordatlantik Von dem Hafenstädtchen Stykkholmur, dem Hauptort der Halbinsel. Von hier aus setzen wir der Fähre Baldur nach Brjanslækur auf die Westfjorde über.  Die Überfahrt auf die Westfjorde dauert ca. 3 Stunden. Bei schlechtem Wetter durchqueren wir die Westfjorde ohne Aufenthalt bis wir nach ca. 200 km bei Laugar den Campingplatz erreichen.

Laugar – Halbinsel Vatnsnes

30.06.2000

Am Nachmittag fahren wir auf die Halbinsel Vatnsnes um Robben zu fotagafieren.

Laugar – Reykjavik

01.07.2000